
Sandro Cocco
About Sandro Cocco
Rochefort, Belgium
Nach Jahren der Beobachtung und des Zeichnens aus der Natur (Modelle, Stillleben, Innenräume, Landschaften) suchte ich nach einer Arbeitsmethode, die mir ein Abenteuer bieten könnte und mich von meiner eigenen Arbeit überraschte.
Ich entdeckte 1996 die Technik der 'écriture automatique' (automatisches Zeichnen). Meine Arbeitsmethode ist folgende: Ich beginne, direkt auf ein leeres Blatt Papier mit indischer Tinte zu zeichnen (ohne eine Bleistiftskizze). Ich beginne, ein paar Linien zu zeichnen. Ich entscheide mich für eine Form irgendwo auf dem Papier. Und diese Form diktiert mir, was ich als Nächstes zeichnen muss, um die Komposition 'im Gleichgewicht' zu halten. Ich habe keinen Plan, ich weiß nicht, was erscheinen wird. Genau das ist der Geisteszustand, den ich will oder brauche, um zu schaffen. Ich begann 1996 mit dieser Methode meine abstrakte 'Amorphous' Serie.
2005 besuchte ich einen Freund und entdeckte ein surrealistisches Gemälde an seiner Wand, das mich an die Werke des Malers Giorgio de Chirico erinnerte. Der Einsatz von Symbolen in diesem Gemälde lud mich ein, die Serie 'Imaginary Rooms' zu beginnen, in der ich zum ersten Mal visuell erkennbare Elemente verwende, in der Hoffnung, mehr mit dem Betrachter kommunizieren zu können. Aber meine Arbeitsmethode blieb die gleiche. Alle 'Imaginary Rooms' sind mit derselben Technik der 'écriture automatique' erstellt. Ich hoffe, dass Sie in der Lage sein werden, mit Ihrer eigenen Vorstellungskraft in mein Werk einzutreten und Ihnen einen Moment visuellen Genusses, Traums oder der Kontemplation zu geben.
Geboren in Antwerpen (1973). Sein Vater war italienischer Abstammung (Sardinien) und seine Mutter war Belgierin. Er begann seine Kunstausbildung mit einem Jahr Illustration (1993), wo er die grundlegenden Techniken erlernte. Aber er entschied sich, im folgenden Jahr (1994) Malerei zu studieren, weil er seinen persönlichen Ausdruck erkunden wollte. Während seines Malestudiums (1994-1998) zeichnete er in den ersten beiden Jahren hauptsächlich aus der Beobachtung: Aktzeichnen, Stillleben, Innenräume. Im zweiten Jahr des Aktzeichnens begann er, ohne auf das Papier zu schauen (blindes Zeichnen) zu zeichnen. Dies war der Anstoß, im dritten Jahr 'seine eigenen' Arbeiten zu schaffen. Dies ist der Moment (1996), als er begann, abstrakte 'Amorphous' Zeichnungen zu machen. Dies sind Zeichnungen, in denen er die Wahrnehmung der Realität hinter sich lässt, um seine eigene innere Formenwelt zu entdecken. Dies auf der Grundlage der Technik 'écriture automatique', die oft von den Surrealisten verwendet wurde. Nachdem er Zeichnungen und Gemälde mit 'Amorphous' Formen gemacht hatte, fühlte er das Bedürfnis, diese Formen in anderen Medien zu schaffen, was sich in Drucken, Skulpturen, Installationen, Fotografie und Videos manifestierte. Im vierten Jahr (1998) wollte er die Erzählung erkunden, was zu zwanzig digitalen Fotocollagen führte. Drei Jahre lang machte er weiterhin Fotocollagen (1999-2001). Das ist der Grund, warum er sich entschied, Comics zu studieren (2001-2003). Er machte einen biografischen Graphic Novel und veröffentlichte einige Kurzgeschichten in einigen Zeitschriften, aber er fühlte den Drang, wieder 'freie' Kunstwerke ohne Grenzen des Ausdrucks zu schaffen. Also begann er 2004 wieder mit dem Zeichnen abstrakter 'Amorphous' Zeichnungen in 'écriture automatique'. Bis er im November 2005 einen Freund besuchte, der ein surrealistisches Gemälde an seiner Wand hatte. Der Einsatz von Symbolen in diesem Gemälde lud ihn ein, seine Serie 'Imaginary Rooms' zu beginnen, in der er figurativ erkennbare Motive verwendet. Für ihn ist es eigentlich eine Art Tagebuch in 'écriture automatique', in dem er hofft, mit dem Betrachter zu kommunizieren. Letzten Dezember (2021) begann er eine neue Serie, die er 'Head' Serie nennt. Er möchte Werke schaffen, um zu kontemplieren.
