
Ina Arends
About Ina Arends
Als Tochter eines Schippers auf See aufgewachsen, wurden Vorstellungskraft und Fantasie durch viele Reisen genährt. Tagelang auf Wellen und Wolken starren, ohne zu wissen, wo das nächste Abenteuer in einer anderen Stadt, einem anderen Land stattfinden würde.
Ina Arends studierte Malerei an der Kunstakademie und begann ihre Karriere als Künstlerin in Amsterdam. Nach mehreren Stipendien des Fonds für Bildende Kunst war es Zeit, ihre Koffer zu packen und nach neuen Abenteuern zu suchen. Eine Reise auf einem Schiff als Köchin, danach weiter zu New Yorker Museen. Nach einer Zeit in Lissabon pendelte sie einige Jahre zwischen Paris und ihrem Atelier in Amsterdam, bevor sie viele Jahre in Brüssel Wurzeln schlug. Interdisziplinäres Arbeiten hatte immer ihr Interesse geweckt. Sie produzierte Projekte auf hohem Niveau in der Design-, Tanz-/Performance- und Food-Design-Welt und reiste dafür nach Tokio, New York, Berlin, Paris, Taipeh, Kiew und Madrid.
Auf der Suche nach weiterer Tiefe arbeitete Ina ein Jahr lang mit einer Gruppe von Menschen mit körperlichen, geistigen, kognitiven und auditiven Einschränkungen. Gemeinsam Kunst, Musik und Spaß machen. Besonders der intensive Kontakt berührte sie tief. Die einzigartige Art der Kommunikation führte dazu, dass viele Fenster geöffnet wurden, die Ina zu ihrer aktuellen Entwicklung inspirierten.
Inzwischen arbeitet Ina in ihrem Atelier in Rotterdam und forscht viel über diese Gruppe von Menschen und ihre Rolle in der Kunstgeschichte und unserer aktuellen Bildkultur. Technologische und medizinische Entwicklungen führen dazu, dass Menschen mit Down-Syndrom langsam aus der Gesellschaft verschwinden, zum Beispiel.
Warum wird diese Gruppe jetzt und früher kaum abgebildet? Ist Kunst in der Lage, unsere festgefahrene kollektive Vorstellung von Behinderungen zu verändern? In der Arbeit von Ina Arends auf jeden Fall.
Warum ist eine Gruppe von Menschen in unserer Gesellschaft in der Kunstgeschichte nicht sichtbar?

